Afrin braucht dringend politische und humanitäre Unterstützung! Türkischen Invasionskrieg stoppen! Zivilbevölkerung unterstützen!

Pro Humanitate e.V.

Seit dem 20. Januar führt das Nato-Mitglied Türkei völkerrechtswidrig einen blutigen Krieg gegen die Zivilbevölkerung in Afrin/Nordsyrien. Kampfjets bombardieren aus der Luft, von Deutschland gelieferte Leopard-Panzer und Artillerie sowie Haubitzen auf dem Boden attackieren kurdische Siedlungen in Nordsyrien. Dieser Angriffskrieg der Türkei gegen die Zivilbevölkerung in der kurdischen Enklave Afrin, die Hunderttausende Kriegsflüchtlinge aus benachbarten Orten aufgenommen hat, wird auch mit deutschen Waffen, an erster Stelle mit Leopard-Panzern geführt. Während in Afrin Zivilisten ermordet und ihre Siedlungen zerstört werden, verfolgt die Polizei in Deutschland die gegen die völkerrechtswidrige Invasion demonstrierenden Deutschen, Kurden und Afriner, die hier in Deutschland Zuflucht gefunden haben, wegen Zeigen der „verbotenen“ Symbole u.a. der Volksverteidigungseinheiten YPG, die zu der Zerschlagung der IS in Syrien entscheidend beigetragen haben und mit den Amerikanern koalieren.

Für den Angriffskrieg der Türkei mit Unterstützung islamistischer djihadistischer Gruppen gibt es weder eine Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen noch eine „Einladung“ der syrischen Regierung. Daher ist diese Invasion schlicht und ergreifend ein Völkerrechtsbruch, ein illegaler und illegitimer Aggressionsakt und ein Kriegsverbrechen, dessen Verantwortliche und Komplizen vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden müssen.
Infolge dieser Invasion sind bis Anfang Februar 2018 Hunderte von Zivilisten getötet und Zehntausende kurdische Bauern zu Binnenflüchtlingen geworden. Sie mussten ihre an der Grenze zur Türkei liegenden Dörfer verlassen und sich in das Stadtzentrum von Afrin begeben. Durch die todbringen Bomben und den Artilleriebeschuss der Türkei sind die Krankenhäuser und Gesundheitszentren in Afrin mit verwundeten Kindern, Frauen und alte Menschen überfüllt. Den Krankenhäusern und Gesundheitszentren fehlen Medikamente, Transportfahrzeuge und Verbandsmaterial. Die geflohenen Menschen brauchen dringend Babynahrung, Windeln, Lebensmittel, Kleidung und Decken.
Während wir versuchen humanitäre und medizinische Nothilfe zu leisten, müssen wir uns auch politisch gegen diese Invasion einsetzen. Wir rufen die Organisationen und Gruppen der Friedensbewegung auf, gegen den Einmarsch und den Besatzungsversuch der türkischen Armee zu protestieren, Aktionen zu veranstalten und die kurdischen Aktivitäten gegen den Krieg zu unterstützen!

Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre stillschweigende Haltung gegenüber der völkerrechtswidrigen Invasion der Türkei aufzugeben und alle Rüstungsexporte umgehend zu stoppen!

Wer gegen die völkerrechtswidrige Invasion der Türkei nichts unternimmt, sie mit Waffen unterstützt, darf von der Fluchtursachenbekämpfung nicht reden. Waffen und Kriege verursachen Gräueltaten, Leid und Zerstörung sowie Fluchtbewegungen.  Wer dagegen nichts tut, macht sich mitschuldig! Die Bundesregierung muss endlich Farbe bekennen und  die Invasion der Türkei eindeutig verurteilen!

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